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REVIEW — FUCK ART, LET’S DANCE – Atlas

FUCK ART, LET’S DANCE!
…dieser Bandname verpflichtet…
Ist er Segen…? – Denn man erwartet Großes von einer Band mit einem Namen, der einer Aufforderung wie dieser entspricht – Oder gar ein Fluch, weil gerade das Erwartete nicht erfüllt werden kann?
Verbunden mit dieser Frage, stellten wir uns diese eine weitere:
Überzeugt das Debut-Album ‚Atlas‘ oder kann es eben diese Erwartungen nicht erfüllen?!
Im folgenden Review findet ihr die Antwort.

Hamburg zeigt, dass es nicht nur Indierock der eigenen so genannten „Hamburger Schule“ groß raus bringen kann, sondern auch elektronisch einiges auf Tasche hat. Warum sollte auch alles was die Indietronic – Klubszene bewegt aus Berlin kommen, oder?
OK, man muss zugeben, dass Atlas in den Räumlichkeiten der Band Frittenbude aufgenommen wurde und diese befinden sich wo? Berlin! Liegt aber auch nahe, wenn man bedenkt, dass beide Bands beim Label Audiolith unter Vertrag stehen.

Nach einer EP und einigen einzelnen Singles haben die Hamburger es also endlich geschafft!
‚Atlas‘ ist auf dem Markt und ist mehr als eine simple Aneinanderreihung von Musikstücken. Es ist eher ein akustischer Spannungsbogen.
Eine wunderschöne Art von Melancholie ist was man fühlt, wenn man die ersten Stücke dieser Scheibe hört. Man fühlt sich zurückgelassen und allein, möchte aber auch nicht gestört werden.
Es ist wie die Ruhe vor dem Sturm, denn nachdem die ersten 5 Stücke vorüber sind, gibt es ein Indietronic Feuerwerk vom allerfeinsten.

‚Deja Vu‘, der 6. Song der Platte, ist der erste Richtungswechsel und einfach ein Kracher. Dancefloor-orientiert und treibend, versehen mit Indie-Stromgitarren, coolem Bass und Synthie-Sounds läd er dazu ein die Hemmungen fallen zu lassen und tanzen zu gehen oder auch einfach nur cool an der Bar zu stehen und mit dem Kopf zu nicken.
Es bleibt auch erstmal bei dem Tempo, bis ‚Divided‘ uns wieder runterholt und zum träumen anregt.
Nun wird auch das gesamte Album wieder etwas minimaler, jedenfalls was das Tempo angeht, denn wunderschöne Details, sei es im Gitarrensound, sei es im Klang des Synthesizers, sei es im Klang der Stimme von Nico Cham, erzeugen eine Atmosphäre die seines gleichen sucht.
Das ganze passiert bis zum 12. und letzten Songs des Albums…letzter Song? Nein, denn nach ca 1 ½ Minuten ertönt er. Ein richtig cooler Hidden-Track. Noch einmal richtig cooler Sound, bis die Platte dann wirklich ihr Ende erreicht hat. Eine schöne Überraschung.

Nun, um die oben gestellte Frage zu beantworten:
‚Atlas‘ überzeugt, und das als Gesamtwerk!
Es ist tanzbar, es ist lustvoll, es macht Spaß und es macht nachdenklich.
Und das wichtigste: diese Platte hören macht glücklich.

Jan
Jan

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