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REVIEW — Emscherkurve 77 – Buch des Lebens

Es tut sich was an der A40. Emscherkurve 77 veröffentlichen am 06.02.2015, auf Sunny Bastards, ihr sechstes Studioalbum. Das ganze unter dem Titel ‚Buch des Lebens‘. Erhältlich ist das gute Stück als CD und als Vinyl (inkl. CD). Unter anderem bei Sunny Bastards, bei Nuclear Blast oder bei EMP. Zum Album.

Der Song ‚Buch des Lebens‘ ist eine Hommage von der Band, an die Band. Eine Hommage an den Ärger, an den Spaß und an die Freundschaft.

Aber auch an die Fans wird gedacht. Bei ‚Von Null auf Hundert‘, kann ich euch versprechen, wandert eure Hand automatisch zum Lautstärkeregler und eure Nachbarn werden mit tanzen. Zwar nicht vor Freude wie ihr aber das sollte euch egal sein. Eine Punkrockhymne vom Feinsten.

Alte Männer erinnern sich gern an ‚Alte Zeiten‘. Ok. Egal wie alt man ist, man erinnert sich immer gern zurück. Als Beilage zu diesem Lied empfehle ich die Couch und ein Bier. Einfach zurücklehnen, einen Schluck nehmen und es wird sich automatisch ein kleines Grinsen in euer Gesicht zaubern.

Man kennt sie unter vielen Namen. Besen, Drachen oder auch ‚Teufel‘. Ich glaube, ihr erahnt schon um wen es geht. Genau! Um eure liebsten Frauen. „Manchmal lacht man, manchmal kracht`s dann.“ Doch was wärt ihr ohne sie?

‚Jetzt wieder Rechts‘? Ernsthaft? Braucht die Menschheit solche Lieder? Meiner Meinung nach nicht. Aber ich muss zugeben, beim ersten Hören, musste ich doch ein wenig lachen. Liebe Emscherkurve, ich wünsche euch viel Spaß auf eurer Facebookseite. Ich sehe jetzt schon die Kommentarflut, der ganzen Groupies, die wieder weinend vor ihren Fan-Klodeckeln sitzen. „Die da waren böse zu euch“ und „Die da …………… mimimi“. Darauf freue ich mich, ganz ehrlich, jetzt schon.

Es gibt einen ‚Virus‘ der schlimmer ist als Ebola. Der Virus Punkrock. In jungen Jahren infiziert und nie los geworden.

Schlager trifft Punkrock. Mit ‚Cafe au Lait‘ bringen euch die Emscherkurve den Hit für eure Kneipennacht. Mitgröhl-Fähigkeit ist garantiert.

Mit ‚Dreck und Lügen‘ bekommt eine bekannte „Musikredaktion“ auch ihr Fett weg. Dazu muss man nichts sagen. Das muss man hören!

Es gibt jene die den Macker markieren. Sie haben die meiste Tattoos und erzählen dir von der Straße. Doch die einzige Straße, die sie je gesehen haben, ist die Straße des sorgenfreien Lebens. Sie sind alles. ‚Harte Jungs‘ sind sie nicht.

‚Einer von uns‘. Wer jetzt ein Lied über Szene und Zusammenhalt erwartet, liegt damit komplett daneben. Hier hört ihr eine kleine Ode an Diether Krebs. Ein überaus talentierter, doch leider im Jahr 2000 verstorbener, Schauspieler und Kabarettist.

Bei ‚Durst wien Fisch‘ handelt es sich, aus meiner Sicht, um ein kleines, eigenwilliges Medley durch die letzten beiden Alben.

Natürlich darf der Bezug zum Ruhrgebiet nicht fehlen. Mit ‚So wie ich bin‘ habt ihr ihn. Ist das eigentlich eine Art ungeschriebenes Gesetz, Lieder über den Pott zu schreiben? Im Punkrock wurde, glaube ich zumindest, kein anderer Landstrich öfter besungen.

Der letzte Song beschreibt irgendwie mein letztes Jahr. Ziemlich viele Freunde überschreiten die Dreißig und schon geht es los. ‚Damals‘, als wir in deren Alter waren, da wir waren nicht so. Bla. Was soll das nur mit Sechzig werden?

Mit ‚Buch des Lebens‘ legen die Jungs der Emscherkurve, nach ihrem letzten Werk ‚Dat soll Punkrock sein?!‘, nochmal eine ordentliche Schippe drauf. Hier wird euch alles geboten. Von Punkrockhymnen über mitsingtauglichen Liedern, für euren Abend mit Freunden, bis hin zu Liedern über die alltäglichen Nervensägen. Ein absoluter Kauftipp.

 

 

 

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